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Erfahrungsheilkunde
der
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In
der systemischen Sichtweise der Familienaufstellen spielt konstruktivistisches
Denken eine wichtige Rolle: Es existiert keine feststehende Wahrheit, es gibt
nichts objektiv zu Erkennendes; unsere Gefühle hängen weitgehend von inneren
Vorstellungen ab. Wir sind nicht so frei, wie wir gerne glauben. Wenn wir ohne
die Anerkennung unserer Bindungen handeln, ist das kein freies, sondern ein
blindes Handeln. Ein Handeln in Freiheit ergibt sich erst durch die Zugehörigkeit
zu einem System (Familie und Verwandte). Ein System definiert sich durch eine
Menge von Elementen, zwischen den bestimmte Beziehungen bestehen. Wenn Ihnen
die Kunst des Schachspielens geläufig ist, so stellen Sie sich die Figuren auf
dem Spielbrett vor. Jede Veränderung eines Elements hat automatisch auch eine
Wirkung auf die anderen Elemente. Jeder Mensch ist Teil eines Familiensystems
und damit eines Beziehungszusammenhanges. Dadurch hat er Anteil an den Problemen
der anderen Familienmitglieder, gleichgültig, ob ihm das bewußt ist oder nicht.
Der Mensch kommt aus einer Familie. Ihr verdankt er sein Leben mit allen Möglichkeiten und Grenzen, und durch sie wird er in bestimmte Schicksale hineingezogen. Die Verwandten stehen in der zweiten Linie, die dem Menschen direkt oder indirekt beeinflussen. Wenn aus der Bindung an die Familie oder den Verwandten großes Leid erfahren werden muß oder jemand die Familie erkranken läßt, geschieht das nicht, weil irgend jemand böse ist, sondern weil in der Familie Schicksale wirken, die auf alle Einfluß haben. Die Familienaufstellung ist ein System, aus der man sich nicht so einfach ausklinken kann. Unsere Eltern haben wiederum Eltern und kommen aus Familien mit bestimmten Schicksalen. All das wirkt sich in der jetzigen Familie aus. Wenn in der Vergangenheit etwas Schreckliches passiert ist, hat das über Generationen hinweg Folgen. Diese unbewußten Verstrickungen bewußt zu machen ist die Aufgabe der Familienaufstellung.
In den Gruppenseminaren sitzen die Patienten in einem Kreis. Derjenige, der seine Familie aufstellen lassen möchte, wird nach seinem Anliegen befragt. Dann wird entschieden, ob die Herkunftsfamilie oder die Gegenwartsfamilie aufgestellt wird. Daraufhin tritt der Klient in der Mitte des Kreises und bittet Teilnehmer aus der Gruppe, stellvertretend die Rolle von Vater, Mutter, Geschwister, Partner, Kinder usw., sowie einen Stellvertreter für sich selber zu übernehmen. Auch Totgeborene oder frühere Partner werden nicht übergangen. Wenn alle Familienmitglieder benannt und ausgesucht sind, nimmt der Klient in gesammelter Haltung die Stellvertreter am Arm und stellt sie nach seinem inneren Bild im Raum auf. Dadurch treten die Stellvertreter untereinander in Beziehung. Anschließend kann sich der Patient wieder auf seinen Platz setzen. Schon allein das äußere Bild der Familienaufstellung kann in manchen Fällen Aufschlüsse geben.
Wenn alle zueinander in Beziehung stehen, fragt der Therapeut die Stellvertreter, wie sich körperlich und emotional fühlen und was sie den anderen Familienmitgliedern gegenüber empfinden. Obwohl es sich bei den Stellvertretern um völlig fremde Menschen handelt, ist es immer wieder verblüffend, wie detailliert diese die Geschichte der Familie und Verwandten darstellen können. Die Stellvertreter fühlen wie die wirklichen Familienmitglieder.
Nachdem die Stellvertreter berichtet haben, wie sie sich fühlen, verändert der Therapeut die Positionen der Familien- und Verwandtenmitglieder, bis eine Ordnung gefunden wird, bei der sich jeder wohl fühlt. Die Suche nach der Lösung dient nicht nur dem Klienten, sondern der ganzen Familie.
In
Familiensystemen gibt es eine Ordnung. Unabhängig davon, ob wir die Ordnung
kennen oder nicht, ist sie vorhanden und wirkt. In der Familie ist die Ordnung
durch die Zeit begründet, dadurch, ob jemand früher oder später kam. Eltern
haben auf diese Weise Vorrang vor den Kindern und zum Schluß die Verwandten,
wenn diese nicht zu negativen Einfluß ausgeübt haben. Diese Ordnung verlange
auch, daß ein totgeschwiegenes, uneheliches oder abgetriebenes Kind offen
dazugehören darf. Die richtige Ordnung ist nicht beliebig veränderbar, sondern
als Tatsache vorhanden und kann im Familienstellen erfahren werden. Denn auch
Stellvertreter, die zum ersten Mal an einer Familienkonstellation mitwirken,
können diese Ordnung klar und deutlich abbilden.
Weitere Informationen erhalten Sie bei einem der unten aufgeführten Heilpraktiker
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| Inselgarten
11 Tel.: 0251 - 39 99 54 92 |
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