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Erfahrungsheilkunde
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Wickel können kalt oder warm sein. Kalte und
warme Wickel werden deshalb bei unterschiedlichen Krankheiten angewendet.
Es gibt kalte-, warm,- heiße-, Brust-, Leib-, Fuß-, und Ganzwickel. Eine der
wundersamsten Heißanwendungen ist die Auflage eines Heublumensackes . Es hilft
bei allen Beschwerden, bei denen heiße Wickel angezeigt sind. Obendrein ist
er stark beruhigend und durchblutungsfördernd.
Eiswickel werden bei Fieber eingesetzt. Sie werden um den Unterschenkel gewickelt. Zwiebelwickel um die Brust werden bei Asthma, Bronchitis, allgemeine Erkältung und Erkältungsbeschwerden eingesetzt.
Essigwickel helfen bei Gelenksbeschwerden und fördern den Heilungsprozess nach Knochenbrüchen.
Moorpackungen
Lehm- Schlamm- oder Heilerdepackungen eignen sich hervorragend bei Akne und anderen Hautunreinheiten. Die Heilerde kann verdünnt auf ein Glas Wasser bei Gastritis und Übersäuerung des Magens getrunken werden.
Packungen mit Weintrauben
Weißkohlumschläge helfen gut bei Haut- Bindegewebe- und Knochenentzündungen. Hierbei wird der rohe Kohl nur sehr grob zerkleinert. Die kleinen Blätter werden dann auf die betroffene Hautstelle, oder auf das betroffene Gelenk gelegt. Darüber kommt ein feuchtes warmes Tuch. Lassen Sie dieses Tuch mindestens 30 Min. auf die betroffene Stelle.
Der
Heublumensack, ob nun von Kneipp oder einen selbst hergestellten, ist
eine der schönsten Heißanwendungen. Er stärkt die Durchblutung, fördert den
Schlackeabbau, kräftigt das Immunsystem im Anwendungsgebiet bis in die Tiefe
und beruhigt die Nerven. Somit verursacht er ein angenehmes und wohliges Schwitzen.
Der
Heupack von Kneipp besteht aus drei kleinen Kissen. Er ist fertig gestopft
und kann in jeder Apotheke, aber auch in einigen Reformhäusern bezogen werden.
Dieser Heusack kann des öfteren benutzt werden. Nach der Behandlung darf er
nur nicht in einer Plastiktüte feucht weggelegt werden. Er sollte an der Luft
trocknen. Mit einem Kilo Heublumen können fast drei Säcke gefüllt werden.
Einschränkungen bestehen nur bei Allergikern, die an einem Heuschnupfen oder
an einer Hautallergie leiden.
Die Anwendung:
Erhitzen Sie in einem Topf 1 ½ Liter Wasser bis es kocht. Nehmen Sie den Topf vom Herd. Legen Sie jetzt den Heusack in den Topf, so daß er von allen Seiten gleichmäßig das Wasser aufnehmen kann. Lassen Sie ihn jetzt auslaufen und wringen Sie ihn kurz noch mal aus. Legen Sie ihn nun auf eine Plastikfolie, damit die Unterlage nicht naß wird. Über das Heukissen legen Sie ungefähr drei Handtücher (zusammengefaltet), damit Sie sich nicht verbrennen. Es sollten alte Handtücher sein, die auch schmutzig werden dürfen. Legen Sie jetzt die von mir benannte Körperpartie auf die Handtücher und die darunter liegenden Kissen. Die Hitze des Kissen sollte immer kurz vor und an der Schmerzgrenze zu spüren sein. Nehmen Sie immer wieder ein Handtuch unter Ihnen weg, bis Sie mit der Körperpartie nackend auf dem Kissen liegen. Bleiben Sie jetzt noch ca. 15 bis 20 Min. darauf liegen.
Trocknen
Sie Ihren Körper ab, und schützen Sie ihn jetzt vor evtl. Auskühlung.
Quarkpackungen
Milch
und Quark sind nicht hochwertige, geschätzte Nahrungsmittel. Seit alters her
werden sie auch innerlich und äußerlich in der Naturheilkunde erfolgreich
eingesetzt. Quarkpackungen sind ein beliebtes Hausmittel gegen Entzündungen
und Schmerzen verschiedener Art. Dabei wird Speisequark mit etwas Milch oder
Molke zu einem zähen Brei verrührt. Dieser wird dann fingerdick auf ein Leinentuch
gestrichen, auf die betreffende Körperstelle gelegt und mit einem trockenen
Zwischentuch und einer Decke umwickelt. Der Quark sollte etwa 45 bis 60 Minuten
auf die Haut einwirken. Wenn die Tücher entfernt werden, ist aus dem Quark
eine übelriechende, gelbliche und bröckelige Masse geworden, denn der Quark
hat dem Körper die Giftstoffe entzogen.. Sehr zu empfehlen sind Quarkwickel
bei Halsentzündungen.
Epsomer Bittersalz (MgSO4 + H20)
Dieses Salz hilft bei Arthritis, Dickdarmentzündung, Verwachsungen nach Entzündungen, Gastritis, Hämorrhoiden, Infektionen, Verletzungen, Nieren, Wunden, Hexenschuß, Muskelnbeschwerden, Neuralgien, Neuritis (Nervenentzündungen), Lähmungen , Rheumatismus, Entbindung (Nachwirkungen), Verdauungsbeschwerden, Gelenksbeschwerden, Fistelbildung, Ischias, Sinusitis, Wirbelsäulenbeschwerden und Trigeminusneuralgie.
Nehmen
Sie soviel Epsomer Bittersalz, wie sich in der Menge Wasser löst, die sie
zum Tränken eines Handtuches brauchen (etwa ein Pfund für eine kleine Schüssel
oder einen kleinen Topf). Legen Sie die Packung so heiß wie möglich auf die
betroffene Stelle. Bei jeder Behandlung müssen Sie alle zwei bis drei Stunden
die heißen Auflagen erneuern. Wenn möglich Sie zusätzlich einer Infrarotlampe
oder einer heißen Wärmflasche benutzen, um die Packung warmzuhalten, bis das
Epsomsalz vollkommen trocken ist. Auf dieser Weise ersparen Sie sich die ständige
Erneuerung der heißen Umschläge.
Weitere
Informationen erhalten Sie bei einem der unten aufgeführten Heilpraktiker
!
| Antoniuskirchplatz
10 Tel.: 0251 - 52 60 65 |
Renate
Lipfert-Schwingenheuer
|
Antoniuskirchplatz
10 Tel.: 0251 - 52 60 65 |
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